Donnerstag, 10. Juli 2008

Nachtrag Teil 1

Nachdem da irgendwie Proteste laut werden das sich in meinem Blog nichts tut, eine kleine Ansage: Ich bin müüüüüüde und ich wird langsam alt. Außerdem: selber bloggen macht glücklich meine Lieben.
Net nur Blog eröffnen und dann gar nichts mehr tun……
Um die Protestler hier wieder friedlich zu stimmen holen wir mal die letzten beiden Wochen nach.

Freitag 27.06.08
Ich muß mich früh morgens aus dem Bett quäulen (hoffentlich das letzte Mal für 2 Monate-aber die Hoffung wird schon eine Woche später wieder zerstört).
Ich darf mein Kind in die Schule begleiten, da ja Zeugnisverteilung ist und er danach gleich zur Oma aufs Land verschwindet. Wenigstens sehen will ich das Zeugnis, also komme ich brav mit in die Schule. Das ganze dauert dann nur eine halbe Stunde und endlich beginnen die Sommerferien, was meinen Sohn natürlich freut.
Ich winke ihm etwas traurig nach, als er mit der Oma in der Schnellbahn verschwindet, denn immerhin sehe ich ihn jetzt für 10 Tage nicht.
Und danach fahre ich erst mal in meine alte Wohnung weil dort noch die „Hunde-Reisedecke“ liegt und meine Kleine ist ja dieses Wochenende beim Hundesitter.
Schnell nach Hause um wenigstens irgendwas aufzuräumen, denn der Haushalt ist im Jobstress etwas untergegangen…und fürs Wochenende ist auch noch nichts gepackt. Erst mal das Hundezeug auf einer Stelle gestapelt, ein wenig Chaos beseitigt…und dann ist die Zeit auch schon um und die S. ist da.
Mein Super toller mega lieber Hundesitter holt meinen Hund ab. Das nennt sich Service.
Dann verrennt die Zeit mit quatschen und leckerem chinesischen Essen aus dem Pappbecher. Solche Kartons wie man sie aus den amerikanischen Serien kennt. Schmeckt irgendwie anders.
Den Stress wegen der Hundedecke hätte ich mir sparen können, meint S. Mein Hundetier liegt da sowieso nie drauf, da liegen ihre Hunde drauf.
Als sie die Leine nimmt, freut sich mein Hund wie irre und geht sofort mit. Verräter!!!!! Tut so als ob sie mich nicht braucht.
S. ist mit meinen Hund weg, also hüpf ich schnell unter die Dusche, schmeiß ein paar Sachen in die Reisetasche…und will eigentlich schlafen gehen. Zumindest für eine Stunde oder so. Aber Pech gehabt, mein Schatz kommt früher nach Hause, also ist nichts mit schlafen.

Na gut, räumen wir eben unser Zeug in den Bus und machen uns auf den Weg nach Rechberg in Oberösterreich zum Hexentreyben. Mein Schatz hat dort einen Stand und ich habe beschlossen das uns ein gemeinsames Wochenende mal gut tun würde, also komm ich mit.

Bis Grein sind wir ja richtig gefahren, aber dann sind wir irgendwo falsch abgebogen und über Serpentinen zur Burg Kreuzen gekommen. Ja und jetzt? Also gehe ich mal fragen. Steht da doch ein neuer Wohnbau mitten auf der Bergkuppe, der so gar nicht zu den verschlafenen Dörfern passt durch die wir vorher gekommen sind. Als ich näher heran gehe, komme ich an einem Schild vorbei auf dem steht: „Außenposten des Innenministeriums“ AHA…und was ist das da? Ich habe keine Ahnung und ein paar Kinder schicken mich in eines der Gebäude wo ich auf einen Wachposten treffe. Der ältere Herr hat jede Menge Abzeichen auf den Schultern…beäugt mich erst misstrauisch, denkt sich wohl seinen Teil…und gibt mir dann doch eine Wegbeschreibung. Natürlich die falsche……
Im Vorfeld zum Hexentreyben hat eine Musikgruppe einen 4 tägigen Fußmarsch von Linz nach Rechberg gemacht und begleitet wurde das ganze von einem Karren mit Esel. Nannte sich Eseltour und ist nachzulesen auf http://www.huscarl.at/
Auf jeden Fall konnten wir uns erinnern das die durch Perg durchgekommen sind, also kann folglich Perg nicht soooo weit von Rechberg weg sein….und für Perg gabs ein Hinweisschild.
Wir sind durch absolut traumhafte Landschaft gefahren, haben uns über die Gmeindeschilder gewundert (mitten in der Pampa stehen kleine Schilder wo eine Gemeinde beginnt und eine endet.)…und sind irgendwann in Rechberg angekommen….ohne jemals Perg gefunden zu haben.
Endlich da haben wir beschlossen den Stand neben der Plateaschmiede auf zu bauen….die kennen wir ja schon gut.
Als Nachteil erwies sich das abschüssige Gelände. Weniger beim Stand aufbauen als dann beim nächtigen. Ich musste sammt Schlafsack in der Nacht mindestens 3 mal wieder ans obere Ende des Zeltes robben.
Die erste Nacht haben wir an einem Lagerfeuer verbracht, umringt von netten Menschen und mit Wein, Met und Gesang. Natürlich sind den Männern nur die unanständigen Lieder von den Streunern eingefallen….
Zuvor waren wir noch im Wald, hatten ein kleines Gespräch mit einen coolen Kröte und haben unglaublich viele Glühwürmchen gesehen

Samstag war….heiß…. und am Abend durfte ich bei einem Handfasting dabei sein. War eine umwerfende Erfahrung für mich (Yeahhhh ich kann es doch spüren)
Die Nacht war wieder kurz. Mitten in der Nacht hatte sich jemand im Wald verlaufen…und wir durften eine Stunde lang zuhören wie derjenige mit „Hias“ und „Hüfe“ wieder gesucht wurde.
Wahhhhhhh…findet sich übrigens auch auf Huscarl.

Sonntag war noch heißer und das ich einen Sonnenbrand hatte, habe ich natürlich erst am Abend gemerkt.
Am Abend musste der Stand und sein Inhalt wieder ins Auto und wir machten uns auf den weg nach Wien. Diesmal haben wir Perg gefunden *ggg*
In Wien mussten wir den Bus entladen und ihn zurückstellen. War nur ein Leihbus, da der eigene kaputt war.
Irgendwann um 2 Uhr 30 bin ich dann ins Bett gefallen…..

So, ich muß mir jetzt die Farbe aus den Haaren waschen und gehe danach ins Bett, also gibt’s den Rest wenn ich das nächste Mal Zeit habe….

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